Nachhaltigkeitskonzept

Zwischen Arbeiten, Wohnen, Nahversorgung, Freizeit und öffentlichem Verkehr liegen kurze Distanzen. Der verkehrsfreie Aussenraum mit hohen Aufenthalts­qualitäten und grosser Pflanzenvielfalt lädt zum Verweilen ein. Für Elektrofahrzeuge stehen aus­reichend Aufladestationen bereit.

Nebst einem kooperativen Planungs- und Ausführungsprozess wird auf lokale und regionale Arbeitsvergaben geachtet.

Das gesamte Quartier wird ohne CO2-Emmissionen und schadstofffrei betrieben. Die im Sommerhalbjahr durch die Kühlung der Räume entstehende Abwärme wird über ein sogenanntes Anergienetz gefasst und mittels Sonden im Erdreich eingelagert. Im Winterhalbjahr wird diese im Erdspeicher gelagerte Energie mit Wärmepumpen für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser wieder entnommen; das Erdreich wird somit wieder abgekühlt. Der Betrieb der haustechnischen Anlagen erfolgt durch Solarstrom


Anergienetz (kühles Fernwärmenetz)

Das Anergienetz ist ein geschlossenes Netz, das aus einem Warmleiter und einem Kaltleiter besteht. Über dieses Netz kann die Abwärme (z.B. Kühlgeräte, Klimaanlagen etc.) aus einem Gebäude aufgenommen und einem anderen Haus wieder zur Nutzung (z.B. Heizen des Warmwassers) freigegeben werden.


Betriebsstrom - CO2-frei

Zum Betrieb der gesamten Haustechnik (Wärme- und Kälteerzeugung, Lüftung, allg. Betriebsstrom) wird CO2-freier Strom verwendet.





Frühling/Herbst

In den Übergangszeiten kommt das Anergienetz vor allem zum Tragen. D.h. der Wärmeaustausch innerhalb des Anergienetzes ist primär von Bedeutung, da der Wärme- und Kältebedarf grösstenteils ohne Einbezug der Erdsonden abgedeckt werden kann. Ein solches Netz ist gegenüber einer Einzellösung 20-30% effizienter, da die Gebäude die Überschussenergie durch ein intelligentes Regelsystem optimal nutzen.





Ein- und Austrittstemperatur des Wassers in den Erdsonden

Langzeit-Simulationen zeigen auf, dass sich die Ein- und Austrittstemperaturen sich auf einem konstanten Niveau einpendeln, sodass langfristig kein Effizienzverlust resultiert.





Winter

Erdwärmesonden und Wärmepumpen erzeugen die erforderliche Heizwärme. Dabei wird dem Erdreich Energie entzogen, die im Sommer wieder zugeführt wird. Diese aktive Bewirtschaftung der Wärmespeicherung gewährleistet langfristig eine konstante Erdreichtemperatur und damit die Effizienz des Heizsystems.





Sommer

Abwärme wird in ein geschlossenes Netz (Anergienetz) eingespiessen und Mittels Erdsonden im Boden gespeichert. Nach Abgabe der Wärme reduziert sich die Wassertemperatur auf ca. 15°C und kann durch das Bodenheizsystem zur Kühlung der Wohnungen verwendet werden (Temperaturreduktion von ca. 3°C).